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Äthiopien-Hilfe

Äthiopien

 

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Äthiopien ist gemessen an der Einwohnerzahl das größte Binnenland der Welt. Seine Geschichte reicht bis in das 9. Jahrhundert zurück. Mit einer fünfjährigen Unterbrechung durch das faschistische Italien im 2. Weltkrieg war es nie ein europäischer Kolonialstaat. Im Jahre 2016 wurde die Zahl der Bevölkerung auf 95 Millionen geschätzt. Das Land zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Regierung versucht mit dem Bau eines Staudamms am Blauen Nil durch  Elektrifizierung die Industrialisierung voranzutreiben. Die Realisierung wird vermutlich noch Jahre andauern.

 

Das Land ist durch Klimaveränderung  in diesem Jahr von der größten Hungerkatastrophe seit  50 Jahren bedroht. Die CBM-Deutschland versucht dort seit Jahren mit einem Programm Brunnenbau, Dörfer mit Wasser zu versorgen.

 

Der Akzente-Verein folgt dem Aufruf der CBM und ruft zu einer großen Spendenaktion

„Brunnen für Äthiopien“ auf, um die Not zu lindern.

 

Brunnenbau bedeutet sauberes Wasser.

 

Dies ist wieder die Grundvoraussetzung zur Bekämpfung der Augenkrankheit Trachom.

 

Im September 2016 werden 11500 Spendenbriefe in alle Briefkästen der Stadt verteilt. Erstmals werden dabei auch größere Firmen und Gewerbetreibende gezielt  brieflich angesprochen.

Nach dem Motto

                                                     Gemeinsam erreichen wir mehr

 

hofft der Akzente-Verein auf rege Beteiligung  aller so Angesprochenen.

Am Ende soll man sagen können:

 

„QUELLENSTADT  a k t i v“  schafft Brunnen in Äthiopien

 

 

Die Akzente-Kontodaten lauten:

IBAN: DE 31 51850079 0100132516 (BIC: HELADEF1FRI; Sparkasse Oberhessen) oder 

IBAN: DE 56 50190000 6001019358 (BIC: FFVBDEFFXXX; Frankfurter Volksbank)

 

Die Gemeinnützigkeitserklärung liegt mit St-Nr. 16 250 5203 7-P2 vom 22.06.2015 vor.

 

Für Ihre Spende erhalten Sie im Januar/Februar automatisch eine Spendenbescheinigung. Bitte geben Sie Ihre vollständige Adresse an. Danke!

 

 

 

Von unserem Partner CBM übernehmen wir nachfolgende Information zum Thema Brunnenbau und Trachom-Bekämpfung:

 

 

Saubere Gesichter schützen vor Trachom

Die CBM baut in Äthiopien Brunnen und rettet damit Augenlicht

 

Brunnenbau1

Brunnenbau in Äthiopien ist noch Handarbeit: Mit Schaufel und Eimer werden die Löcher ausgehoben.

© CBM/Diemer

 

 

Brunnenbau2

Die ersten 28 Brunnen im Projektgebiet sind fertig. Die Menschen sind froh, dass sie sauberes Wasser haben.

© CBM/Diemer

 

Mit ihrem umfangreichen Trachom-Programm schützt die Christoffel-Blindenmission (CBM) die Menschen in Äthiopien vor dem Erblinden.

In Äthiopien ist die gefährliche Augenkrankheit Trachom weltweit am stärksten verbreitet: Fast 50 Prozent der Kinder sind landesweit mit dem Erreger infiziert, mehr als eine Million Erwachsene haben Trachom im fortgeschrittenen Stadium, leiden unter großen Schmerzen und drohen zu erblinden.

Die CBM und ihr erfahrener äthiopischer Partner GTM (Grarbet Tehadiso Mahber) haben deshalb in den drei Distrikten Mareko, Meskan und Silti ein Programm gestartet, um Trachom einzudämmen. 518.300 Menschen erhalten auf diese Weise umfangreiche Hilfe. Dazu gehören z.B. medizinische Behandlung, Aufklärung über Trachom und Hygiene sowie der Bau von Brunnen. 

 

Endlich schmerzfrei

 

Mesula

© CBM/Diemer

 

Mesulu Hussen (75) strahlt, nachdem ihr die Fäden an den Augenlidern gezogen wurden: Die Schmerzen sind weg!

Eine Woche zuvor hatte das Ärzteteam von CBM-Partner GTM bei einem Außeneinsatz festgestellt, dass die Äthiopierin auf beiden Augen Trachom im fortgeschrittenen Stadium hat und kaum noch etwas sieht. Mit einer Augenlid-Operation kann das Team sie vor völliger Blindheit schützen und ihr die Schmerzen nehmen.

Sie operieren Mesulus Lider. Seitdem scheuern die Wimpern nicht mehr über ihre Hornhaut und sie sieht sogar wieder etwas besser! Mesulus Beispiel zeigt: Wir müssen schnell handeln, um Menschen vor Blindheit zu bewahren.

 

Neue Brunnen für 1.920 Familien

 

Sauberes Wasser ist sehr wichtig für eine bessere Hygiene und die wiederum nimmt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Trachom ein. Denn nur, wenn sich die Menschen regelmäßig mit sauberem Wasser das Gesicht waschen, werden Fliegen ferngehalten, die die Krankheitserreger übertragen.

Die Dorfbewohner im Projektgebiet freuen sich über die neuen Brunnen und helfen den GTM-Mitarbeitern tatkräftig beim Bau. Mit Schaufel und Eimer heben z.B. einige Männer das 20 Meter tiefe Brunnenloch. Die Dorfbewohner kümmern sich später auch um die Wartung. Für evtl. Reparaturen zahlt jede Familie umgerechnet neun Cent im Monat. "Das ist ok", sagt Dabritu Chibru (45). Seit es einen Brunnen in ihrem Dorf gibt, holt sie jeden Tag sauberes Wasser und achtet darauf, ihren Kinder mehrmals täglich das Gesicht zu waschen (Foto unten).

Bisher sind 28 Brunnen und zwei Quellzugänge fertig. Dadurch erhalten 1.920 Familien bzw. 9.600 Menschen sauberes Wasser. Und das ist erst der Anfang! Bis 2019 sollen 105 Brunnen gebaut werden.

 

Dabritu

 

 

Bei Außeneinsätzen werden Menschen medizinisch versorgt

 

Ein weiterer Fokus des Trachom-Programms liegt im medizinischen Bereich. Um Menschen auch in abgelegenen Gebieten erreichen zu können, führt CBM-Partner GTM Außeneinsätze durch. Dort erhalten Menschen mit einer Trachominfektion z.B. Antibiotika. Und wer wie Mesulu Hussen Trachom im fortgeschrittenen Stadium hat, wird noch vor Ort am Augenlid operiert und so vor Blindheit bewahrt!

 

Seit Projektbeginn im Frühjahr 2014 hat die CBM mit ihrem Partner GTM schon viel erreicht:

 

  • 660 Gemeindemitglieder, Gesundheitshelfer und Lehrer geschult, damit sie die Bevölkerung über Trachom aufklären.
  • 1.644 Augenlider operiert und so Menschen vor dem Erblinden bewahrt.
  • 18.131 infizierte Menschen mit Antibiotika erfolgreich gegen Trachom behandelt.
  • 22.317 Kinder, Frauen und Männer untersucht, um sie vor Blindheit zu schützen.
  • 228.299 Menschen über Trachom und Vorbeugemaßnahmen aufgeklärt.
  • 260.419 Menschen zur Vorbeugung gegen Trachom mit Medikamenten behandelt.

 

Unser Ziel: Bis 2019 wollen wir die Verbreitung von Trachom in Äthiopien von 30 Prozent (bei Kindern sogar rund 50 Prozent) auf unter zehn Prozent eindämmen. Mit unserem strukturierten Fünfjahresplan, der auf der SAFE-Strategie der Weltgesundheitsorganisation beruht, kann das gelingen.

Unterstützen Sie unseren Kampf gegen die gefährliche Augenkrankheit, um Menschen vor Blindheit zu bewahren. Jeder Euro zählt!

 

 

 

 

CBM hilft vom Hunger bedrohten Menschen

El Niño führt in Äthiopien zu Dürre und Ernteausfällen

 

Anguach

Zu den von der Dürre in Äthiopien betroffenen Menschen gehören auch die Bäuerin Anguach und ihre Familie.

© ORDA

 

Bensheim, 28. Januar 2016. Das Klimaphänomen El Niño tritt in diesem Winter so stark auf wie seit Jahren nicht mehr – mit den entsprechenden Folgen: Schon jetzt haben ausbleibende und unregelmäßige Niederschläge in Äthiopien zu einer dramatischen Dürre geführt. Die Menschen können dadurch kaum etwas ernten und haben nicht mehr genug zu essen. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) und ihre Partner helfen der vom Hunger bedrohten Bevölkerung und setzen ab sofort Projekte in den besonders betroffenen Regionen im Nordwesten des Landes um: Sie bieten in Schulen Mahlzeiten an, verteilen Saatgut, bauen Bewässerungssysteme aus und schaffen alternative Einkommensquellen.

 

Zahl der Hilfsbedürftigen wird steigen

Bereits jetzt benötigen mehr als zehn Millionen Menschen in Äthiopien dringend Hilfe. Es ist zu erwarten, dass die Zahl noch steigt. Besonders betroffen sind Kinder, Alte, Kranke und Menschen mit Behinderungen, denn sie gehören zu den Schwächsten der Gesellschaft. "Unsere erste Priorität ist es, die Menschen schnell mit Nahrungsmitteln zu versorgen", erklärt CBM-Geschäftsführer Dr. Rainer Brockhaus. "Gleichzeitig setzen wir Projekte um, die mittelfristig die Folgen der Dürre verringern, damit sich die Menschen wieder selbst versorgen können."

Die Verteilung von Saatgut und der Ausbau der vorhandenen Bewässerungssysteme sollen zukünftige Ernten steigern und so die Lage nachhaltig verbessern. Gleichzeitig erhalten Bauern Hühner und Ziegen zum Aufbau einer kleinen Zucht. Diese neue Einkommensquelle vermindert ihre Abhängigkeit von der Ernte. Bei der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen arbeitet die CBM mit einem lokalen Partner zusammen. Die "Organisation for Rehabilitation and Development in Amhara" (ORDA) ist bereits seit 1984 im Nordwesten Äthiopiens aktiv und verfügt über umfassende Projekterfahrung in der Region. So ist sicher gestellt, dass die Hilfe schnell dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.